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MILBEN   Läuse Motten  

Vorrats- und Futtermilben (Mehlmilbe, Hausmilbe, Käsemilbe, Backobstmilbe)

Aussehen und Eigenschaften: Bei allen genannten Arten sind ausgewachsene Tiere ca. 0,4-0,6 mm lang, weißlich bis bräunlich gefärbt, sehr langsame Bewegungen. Ausgewachsene Tiere tragen 8, Larven 6 Beine. Während der Larven-Entwicklung auftretende Ruhestadien ermöglichen langes Überleben bei Nahrungsmangel und Trockenheit.

Vorkommen, Schäden, Befall:

Mehlmilbe: Befallene Körner, Teig- und Backwaren sind wie von einer hellen Staubschicht überzogen. Bei Getreidekörnern wird zunächst die Keimanlage, dann der Mehlkörper befressen. Beim Mehl findet man auf der Oberfläche und im Innern feine Milbengänge.
Befallene Produkte (Graupen, Grieß, Haferflocken, Grassamen und Einstreumaterialien) verderben, schmecken bitter und sind für Mensch und Tier gesundheitsschädlich.
Hauptschaden bei feuchter Lagerung. Verschleppung durch Insekten und Fledermäuse.
Das wichtigste Gesundheitsproblem, das im Zusammenhang mit Milben auftritt, ist die Allergieauslösung beim Menschen. Diese Problematik ist von der Hausstaubmilbenallergie her hinreichend bekannt. Aber auch die wenigen Milbenarten, die den Vorratsschädlingen zugeordnet werden, können bei beruflich exponierten Personen allergische oder allergieähnliche Haut- und Atembeschwerden auslösen (z.B. sogenannte "Bäckerkrätze").

Käsemilbe: spezialisierter Pilzvertilger. Bei Massenbefall auf Käse kommt es zu einer Dichte von 2000 Individuen pro cm². Die Käsemilbe befällt auch feuchtes Getreide oder Mehl, Rauchfleisch, Schinken, Wurst, Hundefutter. Befallene Produkte sind nicht mehr genießbar.

Hausmilbe: Besiedelt modrige pflanzliche und tierische Substrate und nach Moder riechende Polsterfüllungen. Backobstmilbe: Weltweit verbreitet und problematischster Schädling an eingelagerten Süßwaren, Trockenfrüchten aller Art, Kakaobohnen, Marmeladen, Fruchtsäften, Honig und Wein. Entwicklungsstopp tritt bei Temperaturen unter 0-3°C und über 35°C ein sowie bei relativen Feuchte von unter 70%.

Natürliche Bekämpfung: Prophylaktische Maßnahmen wie häufiger Einsatz eines Staubsaugers, häufiges Lüften, Sonnen und wenden von Bettwäsche und Polstern, Vermindern der Luftfeuchte (z.B. Heizen).

Produkte:
AktivstaubNebelautomatUngezieferspray Longtime


 Häufig gestellte Fragen zum Thema Schädlinge