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Backobstmilbe

Aussehen und Eigenschaften

Transparenter, ca. 0,4 mm langer, ovaler Körper. Beine und Mundwerkzeuge sind leicht rötlich gefärbt. Am Körper befinden sich nur wenige glatte und recht kurze Borsten. Am Hinterende befinden sich hingegen 2 Paar lange Schwanzborsten. Im ersten Larvenstadium nach dem Eischlupf besitzt die Larve 3 Beinpaare. Die späteren Entwicklungsstadien werden als Nymphen bezeichnet, besitzen 4 Beinpaare und ähneln auch sonst bereits weitgehend den ausgewachsenen Milben.

Vorkommen, befallenes Gut

Die besten Entwicklungsbedingungen bieten der Backobstmilbe Trockenfrüchte, an welche die Eier geklebt werden. Eine Entwicklung findet bei Temperaturen zwischen 3 und 35°C, sowie einer relativen Luftfeuchtigkeit von mehr als 70 %, bzw. einer Substratfeuchte von mindestens 17 % statt. Die Tiere erreichen unter günstigen Bedingungen ein Alter von mehr als 40 Tagen und können bei ausreichend hoher Luftfeuchtigkeit bis zu einem Monat ohne Nahrung auskommen. Oft findet eine Verschleppung im Haarkleid von Mäusen oder Ratten statt. Eine Verbreitung ist auch durch den Kot dieser Tiere möglich, da die Eier der Backobstmilbe den Darmkanal der Nager passieren ohne geschädigt zu werden.

Die Backobstmilbe befällt hauptsächlich süße Trockenfrüchte, Fruchtsäfte, Wein, Honig, Bienenpollen und andere Vorräte. Vor allem an Trockenfrüchten ist ein Befall nur schwer nachweisbar, da die Tiere hauptsächlich das Innere der Früchte besiedeln. Die Lebensmittel werden durch den Kot und die bei der Häutung zurückbleibenden leeren Häute von Larven und Nymphen verunreinigt. Außerdem treten v. a. an Trockenfrüchten Fäulnisprozesse auf.

Natürliche Bekämpfung

Befallene Lebensmittel verursachen beim Menschen Gesundheitsschäden und sollten daher nicht mehr verzehrt werden. Um alle Stadien der Milben sicher abzutöten, sollte befallene Ware für mindestens eine Woche in der Tiefkühltruhe gelagert werden. Um einen Befall von Nahrungsmitteln und Lagergut gar nicht erst entstehen zu lassen sollte die Ware trocken gelagert werden, da Backobstmilben, wie andere Vorratsschädigende Milbenarten auch, trockene Bedingungen nicht tolerieren können. Biologischer Gegenspieler ist die Getreideraubmilbe.